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Gefährliche explosionsfähige Gemische

TRGS 723 und 724 neu gefasst - Das regeln sie

Zwei neue Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) regeln den Umgang mit gefährlichen explosionsfähigen Gemischen: Die TRGS 723 sowie die TRGS 724. Sie lösen die älteren Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) 2152 Teil 3 (von September 2009) und Teil 3 (von Februar 2012) ab, die als aufgehoben gelten.

Das regelt die TRGS 723, „Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische“:

  • Ermittlung von Zündquellen und Vermeiden ihres Wirksamwerdens, konkret
  • an heißen Oberflächen
  • an Flammen und Gasen
  • durch mechanische Reib-, Schlag- und Abriebvorgänge
  • an elektrischen Anlagen
  • durch statische Elektrizität
  • durch Blitzschlag
  • durch elektromagnetische Felder
  • durch Strahlung – elektromagnetisch, ionisierend, Ultraschall
  • durch Kompression, Stoßwellen, strömende Gase
  • durch chemische Reaktionen

Das regelt die TRGS 724, „Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken“:

  • Anforderungen allgemeiner Art, solche an die Bauweise, an die Explosionsdruckentlastung sowie die  Explosionsunterdrückung
  • Explosionstechnische Entkopplung bei Gasen, Dämpfen und Nebeln
  • Entkopplungseinrichtungen für Stäube
  • Explosionstechnische Entkopplung bei hybriden Gemischen

Beide technischen Regelwerke können bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) über die nebenstehenden Links kostenlos heruntergeladen werden.

TRGS werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) ermittelt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bekannt gegeben. Sie werden laufend überarbeitet, konkretisieren die Anforderungen der Gefahrstoff-Verordnung und geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin, Arbeitshygiene sowie sonstiger gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse wieder.

Die Umsetzung der TRGS ist nicht verpflichtend. Bei der Anwendung der TRGS kann ein Arbeitgeber jedoch davon ausgehen, die Bestimmungen der Gefahrstoff-Verordnung dadurch einzuhalten. Weicht er von den TRGS ab, muss er dagegen dokumentieren, dass er gleichwertige andere Schutzmaßnahmen trifft.


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