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SMARTe Vorsätze für 2020

Ob Klimaschutz oder gesunde Führung - So erreichen Sie Ziele

Jahresanfang – Zeit für gute Vorsätze! Die ersten guten Vorsätze fasst man häufig bereits im Silvester-Rausch, und mit dem Neujahrs-Kater verfliegen sie schon wieder. Mit etwas Abstand zu den Feiertagen lässt sich das Thema „Ziele“ geordneter in den Blick nehmen. Nicole Ottersbrück, wissenschaftliche Expertin des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) macht Vorschläge dazu:

Reflexion: Betrachten Sie das vergangene Jahr. Haben Sie alles erreicht, was Sie sich vorgenommen hatten? Falls nicht, überlegen Sie, woran es gelegen haben mag. Haben Sie sich zu viel vorgenommen? Falsche Prioritäten gesetzt? Oder ist häufig Ungeahntes dazwischengekommen? Diese Reflexion hilft dabei, Hinweise zu finden, was sich in diesem Jahr verbessern lässt.

Ziele definieren: Schmieden Sie Pläne, was Sie 2020 erreichen wollen. Nutzen Sie dafür die SMART-Methode. Danach soll jedes Ziel über fünf Eigenschaften verfügen.

S – spezifisch: Benennen Sie Ihr Ziel so spezifisch und genau wie möglich.

M – messbar: Stellen Sie Kriterien auf, mit denen Sie die Zielerreichung messen können.

A – attraktiv: Das Ziel sollte positiv formuliert und erstrebenswert sein. Dann lohnen sich Ihre Mühen und Sie bleiben dran.

R – realistisch: Setzen Sie sich nur Ziele, die Sie auch tatsächlich erreichen können. Unrealistische Ziele demotivieren!

T – terminiert: Schauen Sie in Ihren Terminkalender und legen Sie fest, wann Sie welche Schritte gehen und bis wann Sie Ihr Ziel erreicht haben werden.

Nach einer Forsa-Studie, die die Krankenkasse DAK in Auftrag gegeben hat, führt die Hitliste der guten Vorsätze für 2020 das umwelt- und klimafreundliche Verhalten an:

Gute Vorsaetze 2020 ©DAK

Diese Vorsätze sind vor allem privat motiviert. Doch auch im Betrieb lohnt es sich,  „weiche Ziele“ zu verfolgen, die nicht an wirtschaftlichen Kennzahlen orientiert sind. In Ihrem „Fachportal für Arbeitgeber“ gibt die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) Tipps zum Thema „Gesund führen“: Studien zu Fehlzeiten und Jobzufriedenheit zeigen, dass Mitarbeiter zufriedener arbeiten, wenn sie Empathie, Wertschätzung und ehrliches Feedback von ihren Vorgesetzten erfahren. Anordnungen „von oben herab“ sind out. Gesundes Führen motiviert die Mitarbeiter und lässt sie ihre Arbeit als sinnstiftend erleben.

Konstruktive Rückmeldung: Anstelle von inhaltsarmen „warmen Worten“ empfiehlt die AOK offene Mitarbeiter-Gespräche zur Orientierung. Was läuft gut, wo sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten? Sprechen Sie das an und hören Sie zu, was der Mitarbeiter selbst dazu zu sagen hat.

Beteiligen und unterstützen: Wenn Veränderungen anstehen, ist es hilfreich, die Mitarbeiter möglichst frühzeitig einzubinden. Informieren Sie umfassend, fragen Sie nach Lösungsideen und nutzen Sie die Schwarm-Intelligenz im Team. Wer zur angestrebten Lösung beigetragen hat, kommt besser mit ihr klar.

Anerkennung und Respekt: Mitarbeiter wollen gesehen und verstanden werden. Das steigert Selbstwertgefühl und Leistungsbereitschaft. Gut kommt es an, wenn Führungskräfte Verständnis für besondere Situationen aufbringen und bei persönlichen Anliegen entgegenkommen.

Mit gutem Beispiel voran: Zu viel zu arbeiten macht krank. Pochen Sie im neuen Jahr gegenüber Ihren Mitarbeitern darauf, dass sie Pausen einhalten und nicht zu viele Überstunden leisten. Machen Sie das konsequent vor.

Fördern und vertrauen: Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten etwas zutrauen und sie so selbstverantwortlich wie möglich arbeiten lassen, können auf motivierte Mitarbeiter zählen. Die Führungskraft bleibt Ankerpunkt und Anlaufstelle für Rückfragen oder Probleme. Sinnvoll ist es, sich regelmäßig im Team zu vergewissern, ob es Hilfe braucht und welche Aufgaben bereits erfolgreich abgeschlossen wurden.

Gesundes Führen online lernen: Die AOK bietet dazu ein kostenfreies Programm in sechs zwanzigminütigen Modulen an.