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Portal für „nachgehende Vorsorge“

DGUV bündelt Informationen zu allen Angeboten der Unfallversicherungsträger

Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit müssen individuell bewertet werden. Dafür ist die „arbeitsmedizinische Vorsorge“ da. In ihrem Rahmen werden Beschäftigte aufgeklärt und beraten, körperlich und klinisch untersucht, die Belastungen des Arbeitsplatzes werden aufgenommen, und alles zusammen fließt in die Gefährdungsbeurteilung ein. Daraus ergeben sich mögliche Arbeitsschutz-Maßnahmen.

Es gibt aber auch Tätigkeiten, deren Auswirkung auf die Gesundheit erst nach einer längeren Latenzzeit sichtbar wird. In solchen Fällen greift gemäß Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) die „nachgehende Vorsorge“.

Anlässe für nachgehende Vorsorge sind vor allem:

  • Kontakt mit einem krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Gefahrstoff
  • Tätigkeiten oder Verfahren, die zur Exposition mit krebserzeugenden Stoffen (Stäuben etc.) führen
  • Kontakt mit Blei oder anorganischen Bleiverbindungen
  • Tätigkeiten mit Hochtemperatur-Wollen
  • Berufliche Strahlenexposition - nach Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) und Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) geregelt

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat ein übergreifendes Vorsorge-Portal eingerichtet, in welchem alle Organisationsdienste der gesetzlichen Unfallversicherungsträger für die nachgehende Vorsorge aufgeführt sind. Auf diesem Portal kann man sich einen Überblick verschaffen, welcher Dienst für welche Art von „nachgehender Vorsorge“ zuständig ist. Verlinkt sind jeweils die Kontaktdaten und die Quelle für weiterführende Informationen.


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