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Stress im öffentlichen Dienst

Jeder zweite Beschäftigte fühlt sich müde und erschöpft

Jeder kennt Beamtenwitze: Der Beamte, der keine Papiertaschentücher benutzt, weil „Tempo“ draufsteht oder der Beamte, dem schwindelig wurde, weil er das letzte Rundschreiben zu schnell gelesen hat.

Doch auch im öffentlichen Dienst herrscht Spardruck, Personal-Knappheit und der Zwang, sich an schnelle Veränderungen anzupassen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind häufiger von Multitasking-Anforderungen betroffen als Beschäftigte in anderen Wirtschaftsbereichen. Auch werden sie häufiger bei einer Arbeit unterbrochen und haben nicht selten das Gefühl, an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit zu arbeiten. Das geht aus einem Faktenblatt hervor, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) herausgegeben hat. Die ausgewerteten Zahlen stammen aus der Erwerbstätigenbefragung von 2018.

Mit der hohen Arbeitsintensität gehen psychische Belastungen einher und deren gesundheitliche Folgen. Auch davon sind Beschäftigte im öffentlichen Dienst häufiger betroffen als Menschen, die in der Industrie, im Handwerk oder im Dienstleistungsbereich arbeiten. 52% klagen über allgemeine Müdigkeit, Mattigkeit oder Erschöpfung, 39% über Kopfschmerzen, 34% über Schlafstörungen, 32% über emotionale Erschöpfung und 30% über Nervosität bzw. Reizbarkeit.

Als Fazit zieht die BAuA: Die andauernd hohe Arbeitsintensität im öffentlichen Dienst ist ein wichtiges Thema für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie muss in die Gefährdungsbeurteilung einfließen. Mögliche Entlastungsmaßnahmen sind unbedingt mit den Beschäftigten gemeinsam zu entwickeln. Das Faktenblatt mit weiterführenden Informationen können Sie kostenlos über den Download-Link an der Seite herunterladen.


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