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Wenn die Kaffeeküche zum Biotop wird

Hygiene in der Pause - Es helfen nur klare Regeln

Verschimmelte Joghurt-Reste, vergessene Tupperdosen, saure Milch: So sieht es in den Kühlschränken vieler gemeinsam genutzter Kaffeeküchen im Betrieb aus. Auch der Rest des Raumes ist häufig ungepflegt, denn für einen Raum, den alle nutzen können, fühlt sich selten jemand verantwortlich.

Die verwahrloste Kaffeeküche ist allerdings nicht nur ein Ordnungsproblem, sondern vor allem ein hygienisches: Vergessene Essensreste werden schnell zur Brutstätte für Bakterien und Pilze. Auch luftige Spülschwämme, immer wieder warm durchfeuchtet, stellen ein gutes Medium für Bakterien dar. Die Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro und Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat diesem Thema daher einen ganzen Artikel in ihrer Zeitschrift „impuls“ gewidmet.

Nur mit klaren Regeln könne man dem Chaos in der Kaffeeküche begegnen, rät die BG ETEM: Jeder Einzelne müsse seine Essensreste entsorgen, sein Geschirr abwaschen und wegräumen oder in die Spülmaschine stellen. Zudem werden alle Nutzer abwechselnd für den Küchendienst eingeteilt. Dieser Dienst sorgt dann dafür, dass die Spülmaschine regelmäßig gereinigt, Salz und Klarspüler nachgefüllt werden. Ebenso müssen Wasserkocher, -filter, Kaffeemaschine, Kühlschrank und Mikrowelle in festgelegten Abständen gründlich gereinigt werden. Spülschwämme und Lappen sollten einmal wöchentlich gewechselt werden, damit Keime keine Chance haben.

Halten sich Einzelne nicht an die Regeln, können namentlich gekennzeichnete Teller und Tassen für klare Zuständigkeit und Ordnung sorgen.

Was in keiner Kaffeeküche fehlen darf: Behälter für Restmüll, Werstoffe, Biomüll und Glas.