Publikation (Broschüre)

Nach Feierabend in den Zweitjob?! Factsheet 06 zur BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012

Trend zur Mehrfachbeschäftigung steigt

Immer mehr Deutsche haben mehr als einen Job! 5% der deutschen Beschäftigten – und das sind immerhin etwa zwei Millionen Menschen, gehen neben ihrem Haupterwerb einem Zweitjob nach. Interessante Zahlen und Fakten dazu finden Sie im Factsheet 06 zur BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat. „Nach Feierabend in den Zweitjob? Mehrfachbeschäftigung abhängig Beschäftigter“ ist der Titel der Publikation, die die BAuA kostenlos zum Download zur Verfügung stellt.

Laut der Befragung sind Mehrfachbeschäftigte in ihrer Haupttätigkeit zwar oft in Teilzeit beschäftigt. Bei mehreren Jobs kommt allerdings fast die Hälfte der Mehrfachbeschäftigten auf eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 48 Stunden. Bei den Einfachbeschäftigten sind es nur 15%, die mehr als 48 Stunden in der Woche arbeiten. Der durchschnittliche Mehrfachbeschäftigte arbeitet 45 Stunden pro Woche – das sind sieben Stunden mehr als Beschäftigte mit nur einem Arbeitgeber.

Mehrfachbeschäftigte sind mit durchschnittlich 40 Jahren etwas jünger als Einfachbeschäftigte (durchschnittlich 43 Jahre alt). Bei den abhängig Beschäftigten sind insgesamt etwa 7% der Frauen und etwa 5% der Männer mehrfachbeschäftigt. Die meisten gehen einer Hauptbeschäftigung im Dienstleistungssektor nach (ca. 75%), das produzierende Gewerbe folgt mit 22%.

Gründe für die Mehrfachbeschäftigung sind laut BAuA:

  • finanzieller Natur (ein Drittel der Mehrfachbeschäftigten hat im Hauptjob einen monatlichen Bruttoverdienst von weniger als 1.500 Euro; bei den Einfachbeschäftigten ist das bloß bei jedem 5. der Fall)
  • zeitliche Verfügbarkeit
  • die Lust etwas dazuzuverdienen
  • Unterforderung im Hauptberuf


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