Publikation (Broschüre)

Berufliche PAK-Exposition kann Kehlkopfkrebs verursachen

BAuA veröffentlicht Studie

2009 wurde durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) verursachter Lungenkrebs in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Für Kehlkopfkrebs fehlte hierzu bislang aber der wissenschaftliche Nachweis. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat nun verschiedenste Studien zum Thema verglichen und kommt zu einer deutlichen Aussage: „Es besteht ein robuster Zusammenhang zwischen der beruflichen PAK-Exposition und der Entstehung von Kehlkopfkrebs. Die Wahrscheinlichkeit für diese Erkrankung steigt bei beruflich Exponierten um rund 40 Prozent an.“

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken in Deutschland jährlich etwa 4.000 Männer und 500 Frauen an Kehlkopfkrebs. Tabak- und Alkoholkonsum können Ursache sein, aber auch verschiedene Stoffe. In der Diskussion sind hier seit Längerem auch PAK.

PAK entstehen vor allem bei der unvollständigen Verbrennung oder bei Schwelungsprozessen. Besonders Beschäftigte in der Kokerei-Industrie und bei der Herstellung von Generatorgas oder Aluminium sowie Straßenbauer, Dachdecker und Schornsteinfeger sind dem ausgesetzt.

Die BAuA wertet die Ergebnisse als mögliche Basis für eine gesundheitsbezogene politische Entscheidungsfindung. Politische Entscheidungsträger, Akteure des betrieblichen Gesundheitsschutzes und die wissenschaftliche Fachwelt könnten nun auf evidenzbasierte Informationen zurückgreifen und sich umfassend informieren.

Nachzulesen ist das alles in der Publikation "Berufliche Exposition mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Larynxkarzinom - ein systematischer Review", die Sie kostenlos herunterladen können.

Auch diese Broschüren könnten Sie interessieren:

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies in Ihrem Browser platziert werden.  [mehr erfahren] OK, verstanden