Publikation (Broschüre)

Betriebliche Suchtprävention in Kleinst- und Kleinbetrieben: Wegschauen kostet!

RKW attestiert KKB 'hohe Umsetzungsdefizite' in der Suchtprävention

Wie steht es um die betriebliche Suchtprävention in Klein- und Kleinstbetrieben (KKB)? Das RKW Kompetenzzentrum hat’s im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums herausgefunden. In einer Expertise wurden hemmende und fördernde Aspekte von Suchtprävention erörtert. Nachzulesen in der Broschüre „Betriebliche Suchtprävention in Kleinst- und Kleinbetrieben (KKB): Wegschauen kostet!“

Während Suchtprävention in Großbetrieben im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) oft einen festen Platz hat, sieht das in KKB anders aus. In den für die Expertise befragten Metallbetrieben gab es nur in 6% Suchtpräventionsmaßnahmen, in den Betrieben aus dem Bereich Handel in 10%. Wenn es überhaupt Suchtprävention gibt, dann konzentriert sich diese auf Alkoholmissbrauch – dabei gibt es verschiedene andere Süchte, die die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten ebenfalls negativ beeinflussen (Tabak, Internet, Medikamente …).

Dass sich Suchtprävention lohnt, ist überhaupt keine Frage. Die Folgen von Drogenmissbrauch drücken sich schließlich in den vielfältigsten Symptomen aus, die die Betroffenen leiden lassen und die Unternehmen eine Menge Geld kosten. Wenn man zum Beispiel den Anstieg der Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen betrachtet und die enormen Kosten, die Unternehmen dadurch entstehen, ist es nur logisch, dass Suchtprävention auch für Klein- und Kleinstbetriebe lohnenswert wäre: 2012 standen beispielsweise 79% der Fälle psychischer Erkrankungen mit Alkoholmissbrauch in Zusammenhang. Und auch die körperlichen Erscheinungen von Drogenmissbrauch sind vielfältig und sorgen für Ausfallzeiten, erhöhte Unfallgefahr und Leistungsabfall bei den Betroffenen. Oft wird auch die Leistung der Kollegen in Mitleidenschaft gezogen, etwa wenn diese ihren Kollegen mit Suchtproblem decken und seine Arbeit miterledigen.

„Hohe Umsetzungsdefizite in der kleinbetrieblichen Suchtprävention“ sieht das RKW Kompetenzzentrum. Doch warum lehnen Betriebe Suchtprävention ab? Was kann eine Entwicklung in eine positive Richtung auslösen? Die Broschüre gibt Antworten.


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