Publikation (Broschüre)

Innere Kündigung von Mitarbeitern: Folgen und Maßnahmen

Studien-Ergebnisse im iga.Report 33

Jeder 5. Arbeitnehmer interessiert sich nicht mehr für seinen Job, macht nur noch „Dienst nach Vorschrift“ und hat innerlich bereits gekündigt. Das schätzen zumindest Personaler. Die Folgen: schlechte Qualität der Arbeit, Einbußen für das Unternehmen, Gesundheitsgefahren für den Beschäftigten. Doch welche Faktoren sind es, die die innere Kündigung auslösen? Und welches sind wirksame Gegenmaßnahmen? Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) hat eine Studie durchgeführt: Sie hat bei 230 Personalverantwortlichen in 12 Unternehmen (Privatwirtschaft, öffentlicher Dienst und eine Nichtregierungsorganisation) unterschiedlichster Größen nachgefragt. Die Ergebnisse finden Sie im iga.Report 33 „Engagement erhalten – innere Kündigung vermeiden“ - und hier im Überblick:

  • Oft geht das Nachlassen des Engagements mit seelischen und körperlichen Erkrankungen einher.
  • Unter anderem führen Schwächen im Führungsverhalten dazu, dass Mitarbeiter ihr Engagement verlieren.
  • Mangelnde Wertschätzung, fehlende Mitbestimmung und ungelöste Konflikte zählen nach Einschätzung der Befragten zu den wichtigsten Auslösern.
  • Veränderungen in der Organisation können ebenfalls eine innere Kündigung auslösen, insbesondere wenn diese Veränderungen mit Personalabbau und Arbeitsverdichtung einhergehen und durch lange Phasen der Unsicherheit geprägt sind.
  • Die befragten Personalverantwortlichen schätzen, dass bundesweit rund 20 % der Angestellten innerlich gekündigt haben. Interessant: In ihrem eigenen Unternehmen gehen sie von lediglich 10 % aus.
  • Die innere Kündigung kann Depressionen, Sucht- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als gesundheitliche Folgen haben.
  • Die innere Kündigung einzelner Mitarbeiter kann sich negativ auf den Rest der Belegschaft auswirken: Soziale Beziehungen verschlechtern sich, es kommt zu Mehrarbeit für Kollegen und Unzufriedenheit bei anderen Mitarbeitern.

Als Maßnahmen zum Erhalt des Engagements identifizierten die befragten Personaler folgende:

  • regelmäßige Mitarbeitergespräche: Dabei sei unter anderem ein hoher Gesprächsanteil der Arbeitnehmer wichtig. Führungskräfte sollten außerdem für die Mitarbeitergespräche geschult werden.
  • betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): BGM kann das Mitarbeiterengagement fördern und erhöhen. Als Beispiele nannten die Befragten Sportangebote und Gesundheitstage.
  • Partizipation (z. B. durch das Einbinden in Entscheidungen)
  • größerer Handlungs- und Entscheidungsspielraum.

Im iga.Report finden Sie neben den Studienergebnissen einige Best-Practice-Strategien und eine Checkliste, um innere Kündigungen von Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen.

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