Publikation (Broschüre)

Warum sich Beschäftigte in den Arbeitspausen nicht erholen ...

iga.Report 34 'Regeneration, Erholung, Pausengestaltung – alte Rezepte für moderne Arbeitswelten?

Wie gut erholen Sie sich in Ihren Arbeitspausen? Das wollte die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) wissen und hat dafür 323 Personen online befragt. Das Ergebnis, das jetzt im iga.Report 34 "Regeneration, Erholung, Pausengestaltung - Alte Rezepte für moderne Arbeitswelten?" veröffentlicht wurde: 79 % der Befragten sind mit den Pausen zufrieden; etwa die Hälfte erholt sich dabei aber nie, selten oder nur manchmal.

An der Dauer der Pausen liegt es nicht, dass die Erholung so gering ist: Die Beschäftigten haben durchschnittlich 33 Minuten Pause, nehmen aber nur 27 Minuten in Anspruch. Etwa ein Viertel lässt die Pause aus Zeitgründen sogar häufig oder immer ausfallen. Manche vergessen ihre Pause auch einfach.

Auch dass Beschäftigte oft nur einen Bildschirm gegen einen anderen austauschen, wenn sie sich in der Arbeitspause mit ihrem Smartphone beschäftigen, ist nicht der Grund für die geringe Erholung. Angeblich greift nur jeder 5. überhaupt zum mobile device, 60 % nur selten oder gar nicht. Es scheint ein Bewusstsein dafür zu bestehen, wie sehr die ständige Erreichbarkeit stressen kann: 64 % nehmen an, dass die Nutzung digitaler Medien in den Arbeitspausen nicht zur Entspannung beiträgt. 61 % denken sogar, dass es die Leistungsfähigkeit negativ beeinflusst.


Probleme: starre Pausengestaltung und Pausenaktivität

Die Ursachen für die als unzureichend empfundene Erholung liegen in unflexiblen Pausenzeiten! Ein Drittel der Befragten wünscht sich mehr Flexibilität und Autonomie bei der Wahl des Zeitpunktes einer Pause. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten hat aber klare Vorgaben, wann Pausenzeit ist und wann nicht. 90 % der Befragten gönnen sich darüber hinaus "inoffizielle Pausen", die sie beispielsweise für den Toilettengang oder für einen Kaffee nutzen. Die Beschäftigten im Homeoffice sind mit ihrer Pausengestaltung übrigens wesentlich zufriedener.

Auch was Beschäftigte in der Pause tun, könnte erholsamer und gesünder sein. Als erholsamste Pausenaktivität wird von den Befragten ein Spaziergang eingestuft – aber nur 17 % setzen das dann auch um. Am häufigsten essen und trinken oder unterhalten sich die Befragten mit den Kollegen. Der Erholungsfaktor wird beim Pausensnack oder beim Gespräch mit den Kollegen aber deutlich schwächer bewertet als beim Spaziergang an der frischen Luft. Nur ein Bruchteil macht in der Pause Sport. Jeder Zehnte erledigt private Dinge, was laut der Umfrage aber gar nicht zur Erholung beiträgt.

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