Publikation (Broschüre)

Neue TRBA 250: Prävention von Nadelstichverletzungen im Fokus

Neu: Liste von Tätigkeiten, für die Sicherheitsgeräte verwendet werden müssen

Die Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege (TRBA 250) ist neu gefasst worden. Sie erläutert, welche Schutzmaßnahmen Unternehmen und Beschäftigte im Rahmen der Biostoffverordnung treffen sollten, um Infektionen durch Einatmen, (Schleim-)Hautkontakt oder Schnitt- und Stichverletzungen bei der Arbeit zu vermeiden. Außerdem erklärt sie die Anforderungen in Bezug auf die Gefährdungsbeurteilung, auf die Unterrichtung der Beschäftigten und die Anzeige- und Aufzeichnungspflichten. Die gravierendste Änderung in der Version 2018: Die Vorschriften zur Prävention von Nadelstichverletzungen sind noch klarer gefasst worden. In der TRBA sind nun alle Tätigkeiten aufgelistet, bei denen Sicherheitsgeräte verwendet werden müssen, wenn nicht auf die Verwendung spitzer oder scharfer medizinischer Instrumente verzichtet werden kann. Diese Tätigkeiten, bei denen sonst eine erhöhte Infektionsgefahr besteht, sind:

  • die Behandlung und Versorgung von Patienten, die nachweislich durch Erreger der Risikogruppe 3 (einschließlich 3**) oder höher infiziert sind
  • die Behandlung fremdgefährdender Patienten
  • Tätigkeiten im Rettungsdienst und in der Notfallaufnahme
  • Tätigkeiten in Krankenhäusern bzw. -stationen im Justizvollzug
  • Blutentnahmen
  • sonstige Punktionen zur Entnahme von Körperflüssigkeiten sowie
  • das Legen von Gefäßzugängen

Werden andere Tätigkeiten durchgeführt, bei denen spitze oder scharfe Instrumente zum Einsatz kommen, müssen in der Gefährdungsbeurteilung Maßnahmen zum Schutz vor Nadelstichverletzungen bestimmt werden.

In Bereichen, in denen vergleichbare Tätigkeiten ausgeführt werden, ist es zu vermeiden, sowohl Sicherheitsgeräte als auch herkömmliche Instrumente zu verwenden. So sollen Fehler vermieden werden.

Neu aufgenommen wurde folgende Anforderung: "Beim Umgang mit spitzen und scharfen Instrumenten müssen Arbeitsablauf und Arbeitsumgebung mit dem Ziel gestaltet werden, dass ein ungestörtes, unterbrechungsfreies und konzentriertes Arbeiten möglich ist." Außerdem weist die technische Regel für biologische Arbeitsstoffe darauf hin, dass sicherzustellen ist, dass die Beschäftigten die Sicherheitsgeräte richtig anwenden können.

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