Publikation (Broschüre)

Neue Technologien in der Arbeitswelt

So kommt auch die Arbeitszufriedenheit nicht zu kurz - iga-Report

Digitalisierung und technische Vernetzung verändern die Arbeitswelt. Fortschreitende Automatisierung kann körperliche Belastungen lindern, Zeit sparen, Flexibilisierung ermöglichen und ihre Anwender durch lebenslange Veränderung und Anpassung bilden. Sie kann aber auch dazu beitragen, dass Arbeitsplätze verloren gehen, durch Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine Tätigkeiten monotoner und stressender werden oder die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit fallen.
Wie aber kann das Verhältnis zwischen Technik und Arbeit so beeinflusst werden, dass Menschen damit dauerhaft zurechtkommen? Was ist nötig, um eine lern- und gesundheitsfördernde Arbeitsgestaltung als Entwicklungsziel in den Blick zu nehmen, die es Menschen erlaubt, sich anzupassen, weiterzuentwickeln und dabei gesund zu bleiben?
Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) nimmt das Thema „Neue Technologien und Digitalisierung in der Arbeitswelt“ zum Thema ihres 41. „iga-Reports“. Darin wird erklärt, über welche Stufen sich die Industrielle Revolution entwickelt hat und was man unter „Industrie 4.0“, „Cyberphysischen Systemen“ oder dem „Internet der Dinge“ versteht. Beschrieben wird auch, wie sich künstliche Intelligenz in eigenständig miteinander kommunizierenden Maschinen und Arbeitsgegenständen auf die menschliche Arbeit auswirkt.
Für den Menschen ist seine Arbeit von hoher Bedeutung, wie in der Broschüre ausführlich erklärt wird. Sie dient nicht nur der Erzielung eines Einkommens, sondern ist auch erheblich mit Status, gesellschaftlicher Anerkennung und der sozialen Identität eines Menschen verknüpft. Es ist also wichtig, die Auswirkungen der Digitalisierung nicht ausschließlich betriebswirtschaftlich zu bewerten.
Merkmale einer gut gestalteten digitalen Arbeitsumgebung:

  • Der Mensch verfügt über alle nötigen Informationen, um selbstgesteuert handeln zu können; er kann vorhersehen, wann er was zu tun hat und versteht, was die Folgen davon sind.
  • Bei der Einteilung von Zeit und Arbeitsintensität verfügt er über Handlungs- und Entscheidungsspielräume.
  • Rückmeldungen zum Arbeitsergebnis bieten ihm die Möglichkeit zur Selbstkontrolle.
  • Aufgrund eigener Anstrengung wird ein gutes Ergebnis erzielt; der Mensch trägt also Verantwortung für die eigene Arbeit.

Der iga-Report gibt einen Überblick über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Psyche der Beschäftigten und zeigt auf, wie diesen begegnet werden kann. Wo Beschäftigte über Informationsflut klagen, empfiehlt die iga, Datenflüsse und -quellen im Unternehmen zu prüfen: Lassen sie sich durch gute Planung besser kanalisieren? Lassen sie sich verringern?
Arbeitsmotivation, Zufriedenheit und Lebensqualität können verbessert werden, wenn Beschäftigte die Kernarbeitszeit ihrer Abteilung selbst festlegen dürfen. Die Zeiten, zu denen Kolleginnen und Kollegen auch einmal nicht direkt auf eine Anfrage antworten, können ebenfalls gemeinsam bestimmt werden.
Neben den Risiken beschäftigt sich der iga-Report 41 auch mit den Chancen des digitalen Wandels. Die Einführung neuer Technologien in der Arbeitswelt werfe jedoch Fragen auf: Wie können Arbeitsprozesse gut gestaltet werden? Wie ist die Aufgabenverteilung zwischen Mensch und Maschine gedacht? Damit die Chancen digitaler Technologie die Risiken überwiegen, gibt der Report die klare Empfehlung, diese Fragen zu beantworten, bevor Unternehmen neue digitale Anwendungen und Maschinen im Betrieb einführen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigten, dass die Digitalisierung in der Arbeitswelt häufig anders herum, nämlich reaktiv verlaufe: Betriebe setzten um, was technisch möglich sei, und prüften erst danach, welche Rolle der Mensch in dem Arbeitssystem einnehmen könne.
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