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Safety first: Ex-Sauger nimmt brennbare Flüssigkeiten auf

Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ist ein wichtiges medizinisches Zentrum weit über das Düsseldorfer Stadtgebiet hinaus: Die zum UKD zusammengefassten Kliniken und Institute behandeln pro Jahr rund 42.000 Patienten stationär. Hinzu kommen mehr als 150.000 ambulante Behandlungen. Das Klinikum beschäftigt insgesamt 4.400 Mitarbeiter, darunter 130 Professoren und 800 Ärzte, die die medizinische Versorgung sicherstellen. Rund 200 Mitarbeiter im Technischen Dienst sind für die Infrastruktur auf dem 400.000 m2 großen Gelände verantwortlich.

Zur Infrastruktur gehört ein eigenes Heizkraftwerk für fossile Brennstoffe, das die Gebäude mit Wärme versorgt. Bei der Befüllung der Tanks, aber auch bei Wartungs- und Reparaturarbeiten im Kraftwerksgebäude ist es nie ganz auszuschließen, dass kleinere Mengen von brennbaren Flüssigkeiten wie Heizöl oder Benzin austreten.

Da das Uni-Klinikum größten Wert auf Arbeitssicherheit und Risikovorsorge legt, wurde für diese Aufgabe ein Flüssigkeitssauger angeschafft, der speziell für das Aufsaugen von brennbaren Flüssigkeiten entwickelt wurde. Das Gerät vom Typ Ruwac BFSD-AV entspricht den Anforderungen der europäischen Richtlinien zum Explosionsschutz (ATEX 95) und kann Reste von brennbaren Flüssigkeiten der Gefahrenklassen A I, A II, A III und B einfach und gefahrlos aufsaugen.

Wie andere Ex-Sauger aus dem Ruwac-Programm auch, ist der BFSD-AV volkommen zündquellenfrei, so dass er auch beim Einsatz in explosiven Atmosphären kein Explosionsrisiko darstellt. Das Gehäuse ist aus elektrostatisch leitfähigem, glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt; die Ableitung elektrostatischer Aufladungen wird durch leitfähige Laufrollen gewährleistet. Der Ansaugschlauch ist ebenfalls elektrostatisch leitfähig sowie beständig gegen Öl und Benzin.

Zusätzlich ist das Gerät aber mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet, die über die Merkmale herkömmlicher Ex-Sauger noch hinausgehen. So sorgt eine automatische Füllstandsüberwachung mit Abschaltautomatik dafür, dass der Sauger beim Erreichen der maximalen Füllmenge im Sammelbehälter selbsttätig abschaltet.

Das Modulsystem, nach dem Ruwac die Ex-Sauger fertigt, erlaubt die Wahl zwischen Elektro- und Druckluftantrieb. Da es relativ aufwändig ist, explosionsgeschützte Elektroantriebe mit allen Steuerungs- und Verbindungselementen zu realisieren, ist die druckluftbetriebene Version in der Anschaffung kostengünstiger, im Betrieb jedoch etwas teurer. Weil in den Räumen des Heizkraftwerks Druckluftanschlüsse vorhanden sind und der Sauger nur bei Leckagen eingesetzt wird, ist hier die Druckluftvariante die bessere Wahl.

Das Bild zeigt den Sauger beim Probeeinsatz vor den Heizöl-Lagertanks im Keller des Kraftwerks. Bei dem dünnen Kabel, das den Sauger mit dem Tank verbindet, handelt es sich um ein Erdungskabel: Da der Druckluftschlauch nicht leitfähig ist, muss der Sauger über dieses Kabel, das fest mit dem Gerät verbunden ist, geerdet werden.

Auf diese Weise gewährleisten die Technischen Betriebe der Uniklinik, dass eventuell austretende brennbare Flüssigkeiten schnell und risikolos aufgenommen werden können und keine Gefahr für den Betrieb des Heizkraftwerks darstellen.

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