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FirmenNews

Cloudlösungen – Sicherheitslücke oder Arbeitserleichterung?

Infos vom Spezialisten Haufe-Lexware

Die Modernisierung hat viele Errungenschaften hervorgebracht, die das alltägliche Leben der Menschen enorm erleichtern. Dazu zählen auch digitale Cloudlösungen, mit denen sowohl Privatmenschen als auch Unternehmen wichtige Unterlagen, Bilder oder Dokumente auf externe Server auslagern. Dennoch stellt sich wie so oft die Frage: Wie sicher ist dieses Vorgehen wirklich? Besonders wenn es sich um Dateien mit delikatem Inhalt handelt. Sind Cloudlösungen wirklich eine Arbeitserleichterung oder überwiegen nicht doch die negativen Aspekte wie häufig auftretende Sicherheitslücken?


Wie genau funktioniert eine Cloud?

Wenn von einer Cloud gesprochen wird, handelt es sich um eine sogenannte Datenwolke im World Wide Web, in der Nutzer ihre Dateien abspeichern können. Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Menschen, lokalen Speicherplatz zu sparen und gleichzeitig ihre Dokumente vor Datenverlust zu schützen. Weiterhin macht es eine Cloud möglich, weltweit auf den Server zuzugreifen, unabhängig vom genutzten technischen Gerät. Das ist besonders für Unternehmen sehr interessant, da diese dank diverser Cloudlösungen ein mobiles Arbeiten ermöglichen. Zu den bekanntesten Anbietern gehören unter anderem Google und Dropbox. Es muss jedoch dazu gesagt werden, dass stets eine bestehende Internetverbindung notwendig ist, um Zugriff zu erhalten.


Die Vorteile von Cloud Computing

Selbstverständlich ist nicht alles schlecht an einer Cloudlösung. Tatsächlich bringt sie für ihre Nutzer viele Vorteile:

1.    Ein hohes Maß an Flexibilität

Hochgeladene Dateien sind jederzeit sowie von überall aus in einer Cloud abrufbar – sofern eine stabile Internetverbindung besteht und der Server nicht überlastet ist. Wie bereits erwähnt, ist dieser Punkt für sehr viele Unternehmen ein sehr wichtiger Faktor, denn die Angestellten sind nicht mehr auf die Büroräume angewiesen, sondern können auch von Zuhause aus auf Softwareprogramme oder Dateien zugreifen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Software-Anbieter auf diesen Trend aufspringen und zusätzlich zu ihren Programmen Cloudlösungen anbieten. Beispiele wären unter anderem die kaufmännische Komplettlösung des Freiburger Herstellers Lexware. Diese Unternehmenssoftware ermöglicht es der Buchhaltung von unterwegs Aufträge zu bearbeiten oder Gehaltsabrechnungen zu erstellen. Diese Methode wird jedoch nicht nur im steuerlichen Bereich angewendet. Viele Firmen nutzen zum anderen das Angebot Google Drive, um alle wichtigen Unterlagen zentral auf einem Server zu lagern, sodass alle Mitarbeiter jederzeit Zugriff haben.

2.    Skalierbare Dienstleistungen

Neben der Flexibilität ist besonders Unternehmen die Skalierbarkeit sehr wichtig. Denn mit Cloudlösungen können sie von vornherein entscheiden, welche Funktionen sie nutzen wollen oder wie viele Personen Zugriff erhalten sollen. Außerdem zahlt man nur das, was bestellt bzw. genutzt wurde.

3.    Einfachheit

Die Nutzung einer Cloud ist sehr einfach. Der Nutzer meldet sich bei dem Dienst an und lädt anschließend die Dateien hoch, die gesichert werden sollen. Mehr ist per se nicht notwendig. Dieser Punkt macht Cloudlösungen natürlich auch für Privatpersonen sehr reizvoll, weil diese keine zusätzliche Software runterladen müssen und die Bedienung äußerst simpel ist.


Unzureichender Schutz bei Cloudlösungen

Selbstverständlich handelt es sich bei Cloud Computing um eine Arbeitserleichterung. Schließlich ermöglicht ein solcher Server einen weltweiten Zugriff auf die hochgeladenen Inhalte und somit ein hohes Maß an Flexibilität. Dennoch gibt es immer öfter negative Schlagzeilen zu diesem Thema, denn sowohl Experten als auch Nutzer fürchten um die Sicherheit ihrer Daten. Dass diese Bedenken nicht unbegründet sind, zeigen die teilweise enormen Sicherheitslücken:

1.    Mangelhafte Kodierung

Viele Anwendungen verfügen über eine sichere SSL-Verbindung, während Dateien auf den Cloud-Server hochgeladen werden. Das ist zwar durchaus als positiv zu betrachten, reicht jedoch bei Weitem nicht aus. Denn das Problem besteht darin, dass die Inhalte auf dem Server nicht verschlüsselt sind. Das bedeutet, dass jeder mit einem gewissen Maß an administrativen Rechten auf diese zugreifen kann. Selbst wenn viele Anbieter eine Kodierung anbieten, bleibt es weiterhin problematisch. Denn der Dekodierungs-Schlüssel liegt ebenfalls auf diesem Server. Wer sich demnach mit Hacking auskennt, wird sich innerhalb eines geringen Zeitraumes unerlaubt Zugriff verschaffen können.

2.    Keine einheitlichen Datenschutzregelungen

In Deutschland entwickelte Cloudlösungen müssen den hohen deutschen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Ausländische Anwendungen erfüllen diese allerdings in den seltensten Fällen und bieten nur unzureichenden Schutz für ihre Nutzer. Experten empfehlen daher, niemals sämtliche wichtigen Unterlagen in einer Cloud abzuspeichern, sondern nur die, auf die man unterwegs zugreifen möchte. Außerdem sollte man eine Cloud niemals als einzige Sicherheitsmaßnahme nutzen, sondern trotzdem weitere Back-ups auf externen Festplatten anzulegen.

3.    Die Gefahr der Abschaltung

Prinzipiell sind Ihre Inhalte vor Verlust geschützt. Im Gegensatz zu einem Rechner, Tablet, Smartphone oder Laptop kann ein Server nicht abstürzen oder durch äußere Einflüsse kaputt gehen. Dennoch erfolgt ein Verlust der gesamten Daten, wenn ein Unternehmen seinen Dienst einstellt. Innerhalb von einem Tag könnte es die Cloud demnach nicht mehr geben und alle Daten sind verloren.

Wir empfehlen einen Blick in den Artikel der Computerwoche über „Acht Tipps für die sichere Cloud“. Dort erhalten Sie wichtige Informationen darüber, wie Sie Ihre Dateien schützen können.