Durch die Nutzung unserer Website akzeptieren Sie das Setzen von Cookies in Ihrem Browser. weitere Infos OK
FirmenNews

Akkus in Sicherheitsschränken laden, lagern und entsorgen

Lithium-Ionen-Akkus, die weitgehend unterschätzte Gefahr

Die Gefahr durch brennende Lithium-Ionen-Akkus ist inzwischen bekannt. Schäden entstehen im Betrieb durch explodierende Akkus beim Laden, aber auch defekte Akkus können Feuer fangen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Schaden steigt mit der Akkuzahl und Versicherungen verweisen beim Brandschutz gern auf den „aktuellen Stand der Technik“. Der Spezialist für Gefahrguthandling, CEMO aus Weinstadt, bietet hierfür spezielle Sicherheitsschränke für das Laden und Lagern an. Versagt ein Akku, so ist der Schaden auf das Innere des Schutzschrankes begrenzt.

Ein voll geladener Akku mit „nur“ 1 kWh elektrischer Energie erzeugt durch die brennenden Inhaltsstoffe beim Abbrand rund 10 kWh Wärmeenergie. Der Elektrolyt lässt sich schlecht, das Lithium gar nicht mit Wasser löschen. Die Brandbekämpfung ist daher schwierig und Sprinkleranlagen sind sogar kontraproduktiv. Sauerstoffentzug durch Abdecken oder Verschließen ist die einzig erfolgversprechende Methode.


Sicherheitsschrank vermeidet Folgeschäden

Sicherheitsschränke werden mit bequemen Rollauszügen für verschiedene Akkutypen angeboten. So ist es möglich oben Akkus zu laden, darunter Geladene für die Verwendung oder den Versand bereitzuhalten und unten alte Akkus sicher zwischenzulagern. Die zur Lagerung von Gefahrstoffen in Arbeitsräumen nach DIN EN 14470-1 und TRGS 510 zugelassene F-Safe-Schrankfamilie von CEMO gibt es in Baugrößen mit 60 x 60 x 195 cm und 120 x 60 x 196 cm (B x T x H) und mit vier bis sechs Vollauszügen mit je 65 kg Tragkraft. Ein verblendeter Sockel erlaubt ein Unterfahren mit Hubwagen oder Stapler, um die Schränke bequem zu bewegen


Li-Ionen-Akkus „artgerecht“ halten

Auch wenn moderne Akkus natürlich keine Brandstifter sind, wird ihre Gefährlichkeit oft unterschätzt. Insbesondere in Betrieben mit hohem Akkubestand sollte man sich der Hintergründe bewusst sein. Bekannt ist, dass Lithiumzellen bei Überladung und u. U. durch mechanische Schäden, z. B. durch Absturz des Akkus, mit Temperaturanstieg und Gasentwicklung reagieren können. Tests haben aber auch gezeigt, dass diese Probleme ebenfalls bei Tiefentladung unter 2 V auftreten. Der Temperaturanstieg kann dann zum Brand führen. Beste Vorgehensweise ist daher, die Akkus möglichst kühl und mit 50 bis 80 % der Nennkapazität geladen zu lagern. Wird der Akku nicht genutzt, sollte er alle 4 Monate kurz nachgeladen werden, um die Selbstentladung auszugleichen. Bei neuen Akkus mit unbekanntem Ladezustand ist eine Eingangskontrolle wichtig, um eine Tiefentladung zu vermeiden.