FirmenNews

Die negativen Auswirkungen einer Kündigung minimieren

In der Presse liest man immer wieder von kuriosen Fällen, die vor den deutschen Arbeitsgerichten verhandelt werden. Dabei geht es um Kündigungen durch Arbeitgeber, die der Arbeitnehmer nicht hinnehmen möchte. Üblicherweise streiten sich beide Parteien darüber, ob die Kündigungsgründe tatsächlich ausreichen, um den Arbeitnehmer fristlos oder zumindest fristgerecht zu entlassen. Doch nicht immer ist es der Arbeitgeber, der eine potentiell unwirksame Kündigung erklärt. Manchmal kündigen Arbeitnehmer mit zu kurzen Fristen und hoffen auf das Wohlwollen des Arbeitgebers, damit das Arbeitsverhältnis zum entsprechenden Zeitpunkt beendet werden kann. Doch das ist sehr riskant, da auch Arbeitnehmer die Arbeit nicht einfach einstellen können.

Idealerweise sprechen beide Parteien offen miteinander, wenn ein Arbeitsverhältnis von mindestens einer den beiden Beteiligten gekündigt werden soll. Oft findet sich eine Lösung, mit der alle Interessen gleichermaßen berücksichtigt werden. Wir zeigen in diesem Artikel, wie langwierige Gerichtsverfahren wegen Kündigungen und Kündigungsfristen vermieden werden können.

Der offene Dialog ist enorm wichtig

Damit beide Seiten bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses vertrauensvoll zusammenarbeiten können ist es wichtig, dass es nicht zu einem Streit kommt. Sonst wird der Arbeitgeber damit rechnen müssen, dass der gekündigte Arbeitnehmer höchstens Dienst nach Vorschrift verrichtet. Für den Arbeitnehmer ist es ebenfalls nicht schön, wenn er bereits gekündigt hat und in den letzten Wochen oder Monaten des Arbeitsverhältnisses zu spüren bekommt, dass er seinen Arbeitgeber vor den Kopf gestoßen hat.

Wenn ein Arbeitsverhältnis beendet werden soll, dann sollten beide Parteien kommunizieren, was für sie wichtig ist. Möglicherweise hat der Arbeitnehmer mit einer vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses gar kein Problem, solange ein laufendes Projekt noch ordentlich beendet wird. Und für einen Arbeitnehmer wäre die Kündigung unproblematisch, wenn er den Zeitpunkt des Ausscheidens ein wenig mitentscheiden kann. Vieleicht hat er gerade einen Kredit aufgenommen oder plant dies in der nahen Zukunft. Das ist deutlich einfacher, wenn er zum Zeitpunkt des Kreditantrags noch einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat. Denn in der Probezeit eines neuen Arbeitsverhältnisses ist es sehr schwer, überhaupt einen Kredit zu bekommen.

Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein gutes Verhältnis haben, dann lassen sich viele Prozesse rund um das Arbeitsverhältnis vermeiden. Denn sehr häufig geht es in diesen Verfahren gar nicht um das liebe Geld, sondern eher darum, dass sich eine der beiden Parteien hintergangen oder ausgenutzt fühlt. Doch das lässt sich glücklicherweise durch Offenheit und Ehrlichkeit vermeiden. Trotzdem steigen die Fallzahlen in den letzten Jahren weiter. Immer öfter wird nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, in der Regel durch den Arbeitnehmer, geklagt. Das führt zu hohen Kosten und bindet Personal, das sich eigentlich mit anderen Aufgaben befassen sollte. Aus genau diesem Grund ist in vielen Personalabteilungen ein Umdenken erforderlich, um die Zahl der Prozesse zu reduzieren. Denn das ist leider ein Punkt, an dem kaum auf die Kosten geachtet wird. In der Regel lässt es die Arbeitgeberseite erst einmal auf einen Prozess ankommen und schließt im Notfall einen Vergleich, wenn das Gericht dem Beklagten geringe Erfolgsaussichten bescheinigt. Doch zu diesem Zeitpunkt sind schon erhebliche Kosten entstanden, die mit ein wenige mehr Bedachtheit vermieden werden können. Außerdem profitiert die Arbeitgeberseite davon, dass ein zufriedener Mitarbeiter seine Aufgaben bis zum letzten Tag gewissenhaft erfüllen wird, wenn er keinen Groll gegen seinen Arbeitgeber hegt.

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies in Ihrem Browser platziert werden.  [mehr erfahren] OK, verstanden