Publikation (Flyer)

Verhalten bei besonderen Gefahrenlagen

Wie Sie auf Explosionen und giftige Gase reagieren sollten

Ein lauter Knall, eine riesige Stichflamme – das war eine Explosion!

Immer wieder kommt es in Deutschland zu Unfällen oder Notfällen. Wer im Ernstfall richtig handelt, kann sich und anderen das Leben retten. "Deutschland hat ein gut aufgestelltes, integriertes Hilfeleistungssystem und eine intensive Störfallvorsorge", sagt Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Doch nicht jeder Unfall lasse sich verhindern: "Technik ist immer mit Risiken verbunden." Materialversagen oder Verschleiß sind oft nicht vorhersehbar. Es gibt laut Unger zwar keinen Grund, ständig das Schlimmste zu erwarten, aber die wichtigsten Verhaltensregeln auch für ungewöhnliche Ereignisse sollte jeder kennen. Im Flyer „Verhalten bei besonderen Gefahrenlagen“ gibt das BBK einfache Tipps für sicheres Handeln. Laden Sie sich den Flyer gleich kostenlos über den Link herunter!


Im Ernstfall: keine Panik!

Von einer Explosion gehen meist viele Gefahren aus. Herumfliegende Splitter und die Druckwelle können Menschen verletzen, Feuer können sich entfachen, Gebäude können einstürzen. Wer so etwas miterleben muss, sollte vor allem eine Regel befolgen: "Ruhe bewahren", rät der BBK-Präsident. "Sie helfen sich und anderen am besten, indem Sie sich erst einen Überblick über den Ort des Geschehens verschaffen und dann so überlegt wie möglich handeln." Wählen Sie als Erstes die Notrufnummer 112 und versuchen Sie, Erste Hilfe zu leisten. "Keiner verlangt, dass sich Ersthelfer selbst in Gefahr bringen. Doch schon kleine Gesten wie gutes Zureden beruhigen und entlasten die Opfer."


Nicht jede Bedrohung kann man sehen …

Bei Explosionen können unterschiedlichste Gefahren entstehen. Es können zum Beispiel chemische Stoffe austreten. Manche von ihnen lassen sich nur per Messgerät erkennen, andere können wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. "Deshalb sollten Sie darauf achten, ob sich der Normalzustand verändert", so Unger. "Ungewöhnliche Gerüche, brennende Augen, plötzlicher Husten: All das kann auf chemische Substanzen hinweisen." Wenn man solche Beobachtungen macht, sollte man nicht die Nerven verlieren, sondern versuchen, möglichst besonnen zu reagieren. Auch wenn man sich im Freien aufhält, gilt: "Verlassen Sie zuallererst das gefährdete Gebiet. Wenn Sie die Windrichtung feststellen können, bewegen Sie sich quer zu ihr und atmen Sie durch einen Atemschutz, zum Beispiel ein Taschentuch oder ein Stück Kleidung. Den besten Schutz bieten natürlich geschlossene Gebäude", rät der BBK-Experte. Bevor Sie sich in ein Gebäude flüchten, sollten Sie Schuhe und Oberbekleidung ausziehen, insbesondere wenn Sie mit festen oder flüssigen Gefahrstoffen in Kontakt gekommen sind. Waschen Sie sich zunächst die Hände, das Gesicht und schließlich die Haare, um die Gefahrstoffe so gut wie möglich zu entfernen.

Wenn Sie im Gebäude angekommen sind, schließen Sie Fenster und Türen, machen Sie die Lüftungen aus und warnen Sie andere Hausbewohner. Höher gelegene oder fensterlose Räume bieten den besten Schutz. Dann ist Geduld gefragt: "Warten Sie die Anweisungen der Gefahrenabwehrbehörden ab. Diese entscheidet lagebezogen, ob das betroffene Gebiet verlassen werden soll", erläutert Unger. "Informieren Sie sich per Radio, Internet oder Fernseher und folgen Sie den Anweisungen der Behörden", rät der BBK-Präsident. Wer keine schnelle Hilfe benötigt, sollte außerdem die 112 nicht wählen – die Notruf-Leitungen sollten für Ernstfälle frei bleiben.

Christoph Ungers Fazit: "Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Chemieunfalls eher gering ist, sollte jeder wissen, was notfalls zu tun ist. Denn wer sich gut vorbereitet hat, kann mit kleinen Maßnahmen Großes bewirken."

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