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Publikation (Leitfaden)

Empfehlung zur Sperrung von Küsten nach der Anschwemmung flüssiger Ladungsreste

Übersicht über die wichtigsten Chemikalien

Angespülte Öle oder chemische Produkte können Küsten und Strände verschmutzen – und zum Gesundheitsrisiko werden! Schwarze Klumpen am Strand durch Verunreinigungen durch beispielsweise Teer gibt es an Küsten immer seltener. Dafür gibt es immer öfter Anschwemmungen von klebrigen Massen oder breiigen Lachen. Verursacht werden diese durch Einleitungen von Ladungsrückständen aus Tankschiffen, Spülungen von Ladetanks oder auch Havarien. Welche Gefahren gehen von diesen Substanzen aus? Müssen Küstenabschnitte gesperrt werden? Von krebserzeugenden Chemikalien bis zu Haut und Augen reizenden Stoffen ist hier alles drin. Die Vereinten Nationen (UN) haben „Empfehlungen zur Sperrung von Küstenabschnitten bei der Anschwemmung flüssiger Ladungsreste“ nach Schiffsunfällen oder illegalen Einleitungen erarbeitet. So sollen kurzfristig angemessene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung eingeleitet werden können.

Die Empfehlungen wurden von der Expertengruppe der Vereinten Nationen zu wissenschaftlichen Aspekten des marinen Umweltschutzes (GESAMP) erstellt, in der auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vertreten ist. Das BfR bietet die Empfehlung nun zum Download an.


800 Chemikalien - ein Liste - Handlungsempfehlung im Notfall

Rund 800 Chemikalien wurden auf ihre gesundheitsgefährlichen Wirkungen und ihr Verhalten im Wasser hin bewertet. Neben wissenschaftlichen Grundlagen und Angaben der Hersteller wurde auf die bei der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation vorliegenden oft vertraulichen Meldedokumente der in Chemikalientankern beförderten flüssigen Stoffe zurückgegriffen. Bewertungsgrundlagen waren das Vergiftungspotenzial, die akute Toxizität, langfristige gesundheitsschädliche Risiken, krebserzeugende, erbgutverändernde und die Fortpflanzung beeinträchtigende Eigenschaften (chronische Toxizität).

Die Liste umfasst die wichtigsten flüssigen Massengüter, die in Chemikalientankschiffen bzw. sog. NLS-Tankern transportiert werden. Die Stoffe wurden in vier Maßnahme-Stufen, eingeteilt:

  • Stufe 0 – keine Gesundheitsgefahr

  • Stufe 1 – Warnung der Bevölkerung

  • Stufe 2 – Teilsperrung der Küstenabschnitte mit eingeschränkter Nutzung

  • Stufe 3 – weiträumige Sperrung des betroffenen Küstenabschnittes

Über den Link gelangen Sie zur kostenlosen PDF.