Publikation (Loseblattwerk)

BAuA-Factsheet 14 zu Arbeitsbedingungen der Generation 50plus

Ergebnisse der BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012

Immer mehr ältere Menschen arbeiten – auch über das Renteneintrittsalter hinaus. Aber sind die Älteren wirklich so fit und gesund, dass sie das aus Überzeugung tun? Oder steckt dahinter die Angst vor der Altersarmut? Das Factsheet 14 „Demografischer Wandel in Berufsgruppen – Arbeitsbedingungen und Gesundheit der Generation 50plus“ lässt Vermutungen zu. Das Factsheet ist eine detaillierte Auswertung der Erwerbstätigenbefragung 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Verglichen wurden hier die Angaben der 50- bis 64-Jährigen mit denen der mittleren Altersklasse von 30 bis 49 Jahren. Unterschieden wurde außerdem in Berufsgruppen.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Zwei Drittel der älteren Beschäftigten möchten gern vorzeitig in den Ruhestand gehen, ein Viertel möchte bis zum regulären Rentenalter arbeiten und nur 6 % möchten darüber hinaus berufstätig sein. Handwerker geben mit  73% besonders häufig an, früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu wollen. Akademiker und Führungskräfte betonen dagegen mit 11% auffällig häufig, dass sie darüber hinaus arbeiten möchten.
  • Je älter der Beschäftigte und je geringer das Qualifikationsniveau, desto kränker fühlt sich der Betroffene. Die BAuA betont in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit von betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) und Erhalt der Motivation, um auch diese Beschäftigten länger im Beruf zu halten. Die BGF sollte sich an den unterschiedlichen Tätigkeitsprofilen sowie an den Anforderungsniveaus der Beschäftigten in den jeweiligen Berufsgruppen ausrichten
  • Tendenziell sind gerade in den gering qualifizierten Berufen mehr ältere Beschäftigte zu finden – nämlich 35%.Genau die, die sich gesundheitlich angeschlagen fühlen ...
  • Je höher qualifiziert ein Beruf, desto höher ist die Arbeitsintensität (Termindruck, Leistungsdruck) der Beschäftigten, aber desto weniger leiden sie unter monotonen Tätigkeiten. Diese Tatsache ist in beiden Altersgruppen gleich.
  • Psychische Belastungen scheinen nichts mit dem Alter der Beschäftigten, sondern eher mit dem ausgebübten Beruf zu tun zu haben.

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