Publikation (Loseblattwerk)

BAuA-Factsheet 13: Arbeitsbedingungen in der Automobilindustrie

Von monotonen Tätigkeiten und körperlichen Belastungen

Worunter die Beschäftigten in der Autobauerbranche wirklich leiden, zeigen Ergebnisse aus der BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat dazu das Factsheet 13 "Arbeitsbedingungen in der deutschen Automobilindustrie" herausgebracht. Dabei wurden die Einschätzungen der männlichen Vollzeitbeschäftigten im Autobau, die nicht über Zeitarbeit angestellt sind, zusammengefasst. Und die Ergebnisse sind eindeutig: Etwa 50% der Arbeiter leiden unter monotonen, ständig wiederkehrenden Tätigkeiten, 60% empfinden starken Termin- und Leistungsdruck, 61% bekommen Stückzahl, Leistung und Zeit exakt vorgegeben.

Neben diesen psychischen Belastungen sind es natürlich auch die körperlichen Arbeiten, die den Beschäftigten zu schaffen machen: 83% berichten von Steharbeit, 56% müssen besonders viel Arbeit mit den Händen verrichten, die Hälfte der Beschäftigten hat Schmerzen im Rücken, etwas weniger leiden unter Nacken- und Schulterschmerzen. Dass Lärm und Schmutz in der Branche Alltag sind, dürfte nicht verwundern. 

Die BAuA appelliert an die Arbeitgeber: Es sollte regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen für physische und psychische Belastungen erstellt - und dokumentiert - werden! Einseitige Arbeitsanforderungen, geprägt durch hohe Wiederholhäufigkeiten identischer Arbeitsabläufe können nämlich langfristig zu körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen führen. Wenn die Tätigkeit dagegen abwechslungsreich gestaltet wird, kann sich das positiv auf die Gesundheit und die Leistung der Beschäftigten auswirken.

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