Publikation (Loseblattwerk)

Junge Beschäftigte arbeiten oft ohne Pause

Factsheet 19 zur BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung

Junge Erwerbstätige sind in ihrem Job oft zu beschäftigt, um Pause zu machen: In Deutschland arbeitet etwa ein Fünftel der 18- bis 24-Jährigen häufig ohne Pause. Besonders die Dienstleistungsbranche ist betroffen. Das hat eine Sonderauswertung der BIBB-/BAuA-Jugenderwerbstätigen-Befragung 2012 ergeben. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlichte gerade das Factsheet 19 „Arbeiten ohne Pause - Verstöße gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Beschäftigten“.

Arbeitspausen und Ruhezeiten dienen der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten und sind gesetzlich geregelt. Die Fürsorgepflicht verlangt vom Arbeitgeber, dass er auf die Einhaltung von Pausen achtet. Dennoch lassen junge Erwerbstätige diese Erholungsphasen häufig ausfallen. Schuld an dem Verzicht auf die Pause ist laut der Hälfte der Befragten die zu bewältigende Arbeitsmenge.

54% der Frauen und 43% der Männer meinen, aus diesem Grund auf Pausen verzichten zu müssen. Ein Drittel der Befragten findet, dass sich Pausen nicht in ihren Arbeitsablauf integrieren lassen. In der Gruppe der 15- bis 17-Jährigen zeigt sich ein ähnliches Bild. 20% der befragten Jugendlichen machen häufig keine Pausen - die Hälfte davon ebenfalls wegen des Arbeitspensums.

Maßnahmen zur Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung könnten laut BAuA dabei helfen, dass Pausen besser in den Arbeitsalltag integriert werden können. Arbeitsabläufe und Arbeitsmenge sollten so mit den Beschäftigten abgestimmt werden, dass Pausen auch tatsächlich eingehalten werden können.

Übrigens: Bei den Erwachsenen sieht es noch schlechter aus. Mehr als ein Viertel lässt Pausen regelmäßig ausfallen.

Auch diese Loseblattwerke könnten Sie interessieren:

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies in Ihrem Browser platziert werden.  [mehr erfahren] OK, verstanden