Publikation (Loseblattwerk)

Belastungen durch Staub, Rauch, Gase, Dämpfe - Factsheet 20

'Bloß keinen Staub aufwirbeln' - PDF-Download

Jeder achte Erwerbstätige in Deutschland ist bei der Arbeit häufig Staub, Rauch, Gasen oder Dämpfen ausgesetzt. Besonders oft betroffen sind unter anderem Männer, die in Vollzeit arbeiten, Beschäftigte im Baugewerbe oder Beschäftigte mit einem geringen Bildungsniveau. Die gesundheitlichen Folgen: Husten, Hautreizungen, eine laufende Nase, bis hin zu chronischen Atemwegserkrankungen oder gar Krebs. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat Fakten und Zahlen zu diesem Thema jetzt im Faktenblatt 20 "Bloß keinen Staub aufwirbeln - Belastungen durch Staub, Rauch, Gase und Dämpfe" veröffentlicht. Die Daten stammen aus der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012, die die BAuA in einer Detailanalyse auf die Belastung durch Staub, Rauch, Gase und Dämpfe hin ausgewertet hat.

Auch Staub, der keine gefährlichen Chemikalien enthält, kann die Gesundheit schädigen. Kleine Staubpartikel können in die Lungenbläschen eindringen und dort Entzündungen oder sogar Krebs hervorrufen. Gröbere Staubteilchen gelangen zwar nicht bis in die Lunge, verursachen aber Schäden in Nase, Hals und Rachenraum. Rund 6.000 Fälle staubbedingter Atemwegserkrankungen werden jedes Jahr als Berufskrankheit (BK) anerkannt – das besagt der BAuA-Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014".

Weitere Fakten aus dem Factsheet 20:

  • Fast 50 % derer, die häufig mit komplexen Gefahrstoffen wie Staub arbeiten, fühlen sich dadurch belastet
  • Männer kommen bei der Vollzeit-Arbeit mit 16 % wesentlicher öfter mit Staub in Kontakt als Frauen mit 9 %
  • In Berufen, die nur eine geringe Qualifikation erfordern, tritt häufiger eine hohe Staubbelastung auf
  • Erwerbstätige ohne oder mit einem niedrigen Schulabschluss sind mit 19 % überdurchschnittlich oft betroffen
  • Belastungen durch Staub, Rauche, Gase, Dämpfe gibt es besonders oft im Baugewerbe (29 %) und im produzierenden Gewerbe (19 %)
  • 22 % derer, die bei ihrer Arbeit mit diesen Stoffen oft in Kontakt kommen, bezeichnen ihren Gesundheitszustand als „weniger gut“ bis „schlecht“
  • 28 % der Belasteten leiden an Husten – doppelt so viele im Vergleich zu den Erwerbstätigen, die nur selten Rauchen, Gasen, Dämpfen ausgesetzt sind. Hautreizungen und Juckreiz treten bei 24 % auf: dreimal so häufig wie bei nicht Belasteten.

Die BAuA empfiehlt: Nutzen Sie für die Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG). Integrieren Sie Arbeitsschutzmaßnahmen fest in die Arbeitsabläufe.

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