Publikation (Loseblattwerk)

Muskel-Skelett-Belastungen beim Bewegen von Krankenbetten und Rollstühlen

Ergebnisse von IFA-Untersuchungen

Wie sehr wird der Körper von Pflegekräften beim Bewegen von Krankenbetten und Rollstühlen belastet? Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat das untersucht. Die Ergebnisse finden Sie im Download "Aus der Arbeit des IFA 0389: Muskel-Skelett-Belastungen beim Ziehen und Schieben von Krankenbetten und Rollstühlen".

In einer Pilotstudie mit unterschiedlich schweren Patientendummies fanden die Forscher heraus, wann welche Kräfte auf die Wirbelsäule wirken. Die Versuchspersonen mussten die Betten und Rollstühle über eine gerade Strecke schieben und ziehen, in einem Zimmer manövrieren und damit eine Stufe sowie eine Rampe überwinden.

Die Ergebnisse:

  • In der Startphase des Ziehens sind die Kompressionskräfte und Drehmomente am höchsten.
  • In der Startphase beim Ziehen des Bettes und beim Überwinden einer Stufe mit dem Rollstuhl mit 80 bzw. 100 Kilogramm Dummygewicht wurden die Maximalwerte der "Dortmunder Richtwerte" erreicht oder überschritten.
  • Hohe Belastungen kann man nicht zwingend an der Körperhaltung erkennen. Messungen sind notwendig.
  • Die vom IFA festgestellten Werte könnten als Eingabegrößen für biomechanische Modelle verwendet werden.
  • Teamarbeit beim und Mitarbeiterschulungen zum Ziehen und Schieben von Betten und Rollstühlen sind notwendig, um Belastungen zu reduzieren.
  • Auch bauliche Maßnahmen, die die Belastungen verringern, sollten ergriffen werden.

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