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Telearbeit gesund gestalten

Homeoffice gehört in den Arbeitsvertrag – Schutzregeln einhalten

Einen Teil der Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, kann die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf verbessern und lange Pendelzeiten verringern. Die Arbeitszeitbefragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt jedoch, dass nur etwa 12 Prozent der Beschäftigten Telearbeit mit ihren Arbeitgebern vereinbart haben. Bei diesen halten sich  Ressourcen (z.B. selbstbestimmte Arbeitszeiten oder weniger Unterbrechungen) und Belastungen (z.B. Überstunden oder erweiterte Erreichbarkeit) die Waage. Ein weitaus größerer Teil der Beschäftigten (31 Prozent) arbeitet aber zumindest gelegentlich ohne betriebliche Vereinbarung von zu Hause aus. Für diese Gruppe überwiegen die belastenden Anforderungen.

Diese und andere Erkenntnisse zum Thema Homeoffice/Telearbeit hat die BAuA in einem Kompakt-Bericht „Telearbeit in Deutschland“ zusammengefasst, den Sie hier kostenlos herunterladen können.

Fazit aus diesem Bericht:

60 Prozent aller abhängig Beschäftigten wollen nicht von zu Hause aus arbeiten. Weitere 19 Prozent gaben an, dass ihre Tätigkeit das auch nicht zulasse. Telearbeit kommt primär bei geistigen Tätigkeiten vor, an Büroarbeitsplätzen und bei Arbeiten, die eine hohe Qualifikation voraussetzen.

Entscheidend ist die Gestaltung der Telearbeit: Ist der heimische Schreibtisch vertraglicher Arbeitsort, gilt für seine Ausstattung und Benutzung die Arbeitsstättenverordnung. Der Arbeitgeber ist für Ausstattung und Gefährdungsbeurteilung verantwortlich. Auf Tageshöchstarbeitszeiten, Ruhe- und Ausgleichszeiten ist zu achten.

Findet die Telearbeit ohne Vertrag oder über den vereinbarten Umfang hinaus statt, leiden häufig Wohlbefinden und Gesundheit. Die Gefahr zeitlicher Entgrenzung wächst.

Darauf sollten Sie im Homeoffice achten:

  • Telearbeit arbeitsvertraglich regeln; auch die Erreichbarkeits-Erwartungen
  • Einhalten von Arbeitsschutzregeln, auch unter Leistungsdruck
  • Private und beruflich genutzte Zeit klar voneinander trennen; tragen Sie zur Arbeitszeit ruhig auch zu Hause Business-Kleidung
  • Pausen-, Ruhe- und Urlaubszeiten einhalten
  • Schalten Sie am Ende der Arbeit ab! Auf allen digitalen Kanälen

Unter dem Titel „How to do Homeoffice” bietet die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) ein Poster zum Download an, auf dem augenfällig dargestellt ist, wie ein guter häuslicher Arbeitsplatz aussieht, wie Sie für die richtige Atmosphäre sorgen und wie Sie private Ablenkungen vermeiden.

Über Vor- und Nachteile von Telearbeit informiert auch das Video der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) zum Fehlzeiten-Report 2019, das Sie sich unter diesem Beitrag ansehen können.


Homeoffice-Video der AOK zu ihrem Fehlzeiten-Report 2019


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