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Sichere Geräte und Einrichtungen am Arbeitsplatz – was gehört dazu?
Prävention lohnt sich!

Sichere Geräte und Einrichtungen am Arbeitsplatz: Fachinformation auf TANDEM-Piazza
Sichere Geräte und Einrichtungen am Arbeitsplatz: Fachinformation auf TANDEM-Piazza

Aktuelle Studien belegen den deutlichen Rückgang von Unfallfolgekosten durch vorbeugende Arbeitsschutzstrategien. So zeigen viele Untersuchungen: Prävention lohnt sich! Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bezifferte den "Return on Prevention" im Jahr 2013 zum Beispiel auf 1,6. Das heißt: Für jeden in Prävention investierten Euro bekamen Betriebe 1,6 Euro "zurück", weil sie zum Beispiel weniger Fehlzeiten bezahlen mussten. Dabei sind es neben hochspezialisierter Sicherheitstechnik oft auch die einfachen, aber wirksamen Lösungen, die einen hohen Sicherheitsfaktor bei geringen Kosten bieten. Wir geben Ihnen einen Überblick über empfehlenswerte Maßnahmen im Bereich „Sichere Geräte und Einrichtungen am Arbeitsplatz“.


Sichere Geräte am Arbeitsplatz

Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) liegt es in der Verantwortung des Arbeitgebers, Arbeitsstätten so einzurichten und instandzuhalten, dass von ihnen keine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen für die Beschäftigten ausgehen. Abstürze sind nach wie vor eine häufige Unfallursache in Betrieben. Sichern Sie ihre Mitarbeiter durch Arbeitskörbe, Schleusengeländer und Arbeitsbühnen sowie für den Einsatzzweck passende Sicherheitsleitern.

Maschinenschutzeinrichtungen wie z.B. Abstandsbarrieren und Not-Aus-Schalter sowie Kontroll- und Messtechnik für Maschinen sind nicht nur aufgrund der Maschinenrichtlinie dringend einzusetzen. Auch hier zeigen Präventionsstrategien deutliche Erfolge: z.B. der Einsatz von Lichtgittern an Webmaschinen oder das Verspannen eines Sicherheitsnetzes.

Der Einsatz von sicheren Werkzeugen und Lösungen zum sicheren Umgang mit Elektrizität ist dringend zu empfehlen. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet den Arbeitgeber zu angemessener Sorgfalt bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln. Achten Sie auf das CE-Kennzeichen (Einhaltung der EG-Sicherheitsrichtlinien), das Qualitätsprüfzeichen „GS“ (durch eine unabhängige Institution geprüfte Sicherheit), das TÜV-Siegel oder gegebenenfalls auf das Ex-Logo gemäß der ATEX-Richtlinie zum Explosionsschutz.


Arbeitsbereiche und Verkehrswege effektiv absichern

Gerade bei der sicheren Einrichtung von Arbeitsplätzen und Verkehrswegen gibt es oft erstaunlich einfache und effiziente Lösungen, mit denen die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung und die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften wie z.B. die „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1) kostengünstig erfüllt werden können. Sichern Sie Arbeitsböden mit Kabelbrücken, Schlauchaufrollern oder Arbeitsplatzmatten gegen Stolperfallen. Bodenroste bieten sichere Laufwege in Industrie und auf freiem Gelände und dienen gleichzeitig als Schmutzabsorber. Spezielle Bodenbeläge und Anti-Rutsch-Arbeitsplatzmatten beugen wirksam Sturzunfällen in feuchten Bereichen vor.


Lösungen für „die Gute Praxis“

Auch was den innerbetrieblichen Transport angeht, können Sicherheitsverantwortliche nicht genug auf Prävention achten. Kollisionen zwischen Mensch und Fahrzeug sind extrem gefährlich. Auch die korrekte Ladungssicherung muss immer wieder Thema in Betrieben, in Unterweisungen und Schulungen sein. Ein Beispiel für eine Präventionskampagne war die Aktion "Risiko raus!" von der DGUV.

Mit Anfahrschutz oder Rammschutz beugen Sie Kollisionen von Betriebsfahrzeugen mit Lagereinrichtungen, Maschinen und Personen vor (Schmalgangabsicherungen für Gabelstaplerbereiche). Aus der großen Bandbreite an Schutzbügeln und Prallschutz lassen sich für jede Situation die passenden Lösungen finden. Sichern Sie Ecken und Stoßkanten mit Schutzprofilen, die durch ihre Farbgebung zugleich als Warnmarkierungen wirken. Laut der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A1.3 "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung" sind dauerhafte Gefahren mit schwarz-gelber Warnmarkierung zu kennzeichnen; vorübergehende Gefahren mit rot-weißer. Auch der Einsatz von Sicherheitsspiegeln im Betrieb hilft Unfälle zu vermeiden. Mit speziellen Rundspiegeln lassen sich sogar Mehrwegekreuzungen – z.B. in Lagerbereichen – auf einen Blick einsehen. Zu den sicheren Einrichtungen gehören weiterhin der bauliche Arbeitsschutz wie Schutzgeländer, Fensterabsturzsicherungen, Schutztüren, Schranken und Sperrpfosten. Je nach Einsatzzweck können hierbei variable (entfernbare) oder fest verankerte Sperren verwendet werden. Auf Baustellen sowie in lärm- und schmutzbelasteten Arbeitsbereichen ist zudem die Aufstellung von Sicherheitsräumen (Arbeitscontainer, Lärmschutzräume, Reinräume) empfehlenswert. Schützen Sie Betriebsinventar und Menschen durch sichere Geräte und Einrichtungen am Arbeitsplatz und sparen Sie dabei auch noch Geld durch ausbleibende Unfallfolgekosten – denn Prävention lohnt sich!

Weiterführende Links:


Innerbetrieblicher Transport und Verkehr (DGUV)

Maschinen und Anlagen (BG ETEM)

Berechnung des internationalen `Return on Prevention` für Unternehmen (DGUV-Report 1/2013), PDF (pdf-Download)

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