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Baulicher Arbeitsschutz

TANDEM-Piazza-Info zu baulichem Arbeitsschutz
TANDEM-Piazza-Info zu baulichem Arbeitsschutz

Im Gegensatz zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die in der Regel am Körper getragen wird, bezeichnet baulicher Arbeitsschutz eine am Gebäude bzw. am Arbeitsplatz installierte Sicherheitseinrichtung. Bauseitiger Arbeitsschutz kann dabei auch eine zeitlich begrenzte Sicherheitsmaßnahme z. B. für Baustellenabsicherungen sein. Die meisten Sicherheitsinstallationen an Gebäuden oder Baustellen lassen sich vier Hauptgruppen zuordnen: den baulichen Absturzsicherungen, dem bauseitigen Kollisionsschutz, der Zufahrtskontrolle und dem Brandschutz.


Bauliche Absturzsicherungen

Fest am Gebäude installierte Absturzsicherungen sichern Personen vor Abstürzen an Höhenarbeitsplätzen (z. B. Dächern), Rampen, Fenstern, Treppen, Gruben oder Schächten. Hierzu gehören Sicherheitsgeländer und -gitter, Bauzäune, Grubensicherungen, Sicherheitsstege, Handläufe, Dachabsicherungen, Fensterabsturzsicherungen (Traversen), Kesselwagenaufstiege und Schleusengeländer. Die DGUV-Information 201-057 "Maßnahmen zum Schutz gegen Absturz bei Bauarbeiten" erläutert die verpflichtende Anwendung von Absturzsicherungen: ab 1m Absturzhöhe z. B. bei Treppenläufen, Wandöffnungen und Bedienungsständen von Maschinen; ab 2 m Absturzhöhe an Verkehrswegen; ab 3 m Absturzhöhe auf Dächern; ab 5 m Absturzhöhe beim Arbeiten an Fenstern.


Baulicher Kollisionsschutz

Eine häufige Unfallursache in Betrieben sind Kollisionen von Gabelstaplern oder Lieferfahrzeugen mit Personen, Lagereinrichtungen oder Maschinen. Bauseitiger Kollisionsschutz, wie Schmalgangabsicherungen, Rammschutzgeländer, Rammschutzpoller oder -bügel, beugt hierbei größeren Schäden vor. Rammschutz bzw. Anfahrschutz sollte nach der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) durch Warnfarben (gelb-schwarz für dauerhafte Gefahren, rot-weiß für zeitlich begrenzte Gefahren) gekennzeichnet und fest im Boden verankert sein.


Zufahrtskontrolle

Mit Hilfe von Sperrschranken, Sperrpfosten, Sperrpollern und Sicherheitszäunen können Verkehrswege gesperrt bzw. gesichert werden. Sicherheitsschleusen verhindern den unkontrollierten Zutritt zu Sicherheitszonen und können mit Kontrollsensoren und Alarmsystemen ausgestattet sein. So werden z. B. ESD-Personenkontrollschleusen in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt.


Brandschutz

Zu den baulichen Brandschutzmaßnahmen gehören z. B. der Einbau von Brandschutzmeldern, Brandschutzwänden, Brandschutztüren oder Türwächtern, die ggf. Feueralarm auslösen können. Neben dem Brandschutz können Schutztüren auch dem Lärmschutz, dem Luftschutz oder Raumklimamaßnahmen dienen. Regeln für den Einsatz von Schutztüren und Schutzschleusen finden sich u. a. in der ASR A1.7 "Türen und Tore".

Vorschriften zum baulichen Arbeitsschutz gibt es in den Landesbauordnungen. Oft geben auch die Sachversicherer Standards vor, die erfüllt sein müssen, zum Beispiel was baulichen Brandschutz angeht.

Weiterführende Links:


DGUV-Information 201-057 'Maßnahmen zum Schutz gegen Absturz bei Bauarbeiten' (PDF, DGUV) (pdf-Download)

Arbeitsschutz und Brandschutz – Wie geht das zusammen? (FeuerTrutz)

Baulicher Brandschutz (VdS)

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